…manchmal hat man keinen und dann gibt’s gleich 3!

Mittwoch, 3. Februar 2016

#Dakhla – El #Argoub #Labouirda – Ain #Berda #Marokko #Marocco #Marruecos #Morocco

Guten Morgen Dakhla ♥
10 nach 8 Uhr und ich kuller schon aus dem Bett 😮 Baffo ist schon auf und macht Frühstück.
Wie immer – schnell das Bild für die WhatsApp-Gruppe schiessen und dann beim Tee langsam wach werden 😛

Heute geht die Reise weiter – wir sind schon gespannt, was uns erwarten wird. Also keine Zeit verlieren und ab unter die Dusche! Wir kommen nicht in Rekordzeit los – denn wir müssen auch noch Wasser tanken und die WC-Cassette leeren.
Wasser tanken wir zuerst an den Duschen – aber wie auch letzte Woche wird das Wasser hier gegen 11 Uhr abgestellt 😮 – also tanken wir ein paar Meter weiter, da gibt es auch noch Wasser.

Titel 1: Wie mache ich mir KEINE Freunde!
Ein Camper – der grösste Camper, der hier im Camping steht, hat sozusagen eine Standleitung zu einem der beiden Wasserhähne. Zu Recht oder zu Unrecht sei jetzt mal dahingestellt…
Baffo dreht denen den Hahn ab, damit unsere Tanks schneller voll sind und ein weiterer Italiener (ebenfalls aus #Genua ) will nach uns Wasser tanken. Inzwischen ist auch der Camper mit der „Standleitung“ eingetroffen (hat offenbar bemerkt, dass das Wasser nimmer rennt) und kriegt sich mit dem Italiener fast in die Wolle 😮 Er dreht den Wasserhahn wieder auf und bleibt dort stehen – er hat offenbar ein RECHT auf die STANDLEITUNG 😀
Ein sehr unfreundlicher Mensch – er könnte doch 10 Minuten auf „seine Standleitung“ verzichten, dann hätten wir die Tanks schneller voll… Und überhaupt – wie kommt er dazu eine von den zwei Leitungen komplett für sich einzunehmen??? Hat er keine Wassertanks? So ein grosser Camper und keine Wassertanks 😛 …wirklich traurig, der Mann ist doch bemitleidenswert! 😀

Bemitleidenswerter Mann im Camping Touristique Moussofir - Dakhla - Marokko

Bemitleidenswerter Mann im Camping Touristique Moussofir – Dakhla – Marokko

Der hellgrüne Wasserschlauch ist von uns – der gelbe ist von ihm, der jetzt eifersüchtig bewacht wird.
Sorry – aber bei so unfreundlichen und unverschämten Menschen habe ich auch keine Scheu, darüber zu schreiben und auch ein Bild (wenngleich auch ohne Gesicht) zu veröffentlichen!

Titel 2: Die Hummeln im Hintern!
Wir kommen endlich los – müssen aber noch tanken. Wir fahren also 2km zurück (denn da wissen wir, dass eine Tankstelle ist) und machen den Tank randvoll – für (wieder) einen sagenhaften Preis von 42,6 Cent per Liter Diesel.
Nun kann es endlich wieder auf grosse Fahrt gehen – wir haben schon wieder die Hummeln im Hintern!
Wir fahren an unserem Platz vorbei, an dem wir fast zwei Wochen (mit Unterbrechungen) standen – es sind weitere Zelte hinzugekommen und die ganze Strasse säumen jetzt Fahnen – und das bis in die Stadt #Dakhla hinein (wie wir gestern beim Einkaufen bemerkten). Weitere Zelte gibt es auch bereits am Ortsausgang von #Dakhla – da ist wohl offenbar ein sehr grosses Fest in Planung! Wenn die 20km Strasse mit Fahnen schmücken und bis dahin Zelte aufbauen, muss das ein grosses Event sein! Eigentlich schade, dass wir das nicht mitbekommen – wäre sicher interessant! Aber vielleicht ist es bis zu unserer Rückkehr ja noch – so ein grosses Event dauert sicher einige Tage!

Grosses Fest in Planung - Dakhla - Marokko

Grosses Fest in Planung – Dakhla – Marokko

Da der Weg nach #Dakhla nicht kurz ist, müssen wir den gleichen Weg auch wieder zurück fahren, bis wir wieder an den Kreisverkehr kommen, der uns weiter in den Süden bringen soll. Wir folgen somit also wieder der N1, die (wie üblich) mal mehr, meist minder an der Küste entlang verläuft. Die Strecke ist wieder sehr eintönig – keine Abwechslung – alles flach und von der Küste ist meist nicht zu sehen.
Wir halten für Lunch in El #Argoub – aber an die Küste kommt man nicht. Militär-Gebiet – Durchfahrt verboten. Also bleiben wir in der Nähe der N1 und halten da – trinken auch gleich noch den Tee mit frischem Pfefferminz dort (da wir nicht wissen, wann man das nächste Mal halten kann).

El Argoub - mit Blick auf Dakhla – Marokko

El Argoub – mit Blick auf Dakhla – Marokko

…und dass wir den Tee auch noch gleich dort nehmen, ist eine weise Entscheidung! Denn Kilometer für Kilometer kommt nicht eine einzige Stelle mehr! Einfach nichts! Okay – für OffRoad gibt es da sicher die ein oder andere Ecke – aber wir haben keinen OffRoad-Camper. Wir müssen immer aufpassen, dass es nicht zu sandig für uns wird – wir wollen ja schliesslich in kein Schlamassel kommen!

Aber dann gibt es doch noch eine (Schotter)-Strasse nach rechts, der wir auch sogleich folgen! Immerhin sehen wir jetzt schon die dritte oder vierte riesengrosse Düne und das macht uns neugierig! Zuweilen wird die Schotter-Strasse recht sandig und wir müssen Slalom fahren, um nicht zu versanden – bis…

Sehr grosse Sanddüne in Labouirda – Marokko

Sehr grosse Sanddüne in Labouirda – Marokko

…ja – bis die Schotter-Strasse dann letztendlich doch zu sandig für uns wird und wir wieder umkehren müssen. Also kehren wir reumütig auf die N1 zurück und fressen weiter Kilometer für Kilometer.

On the Road - N1 – Marokko

On the Road – N1 – Marokko

Weit und breit nix - nur Flugsand - On the Road - N1 – Marokko

Weit und breit nix – nur Flugsand – On the Road – N1 – Marokko

Ach ja – und auf Radar muss man auch aufpassen 😛 Immer wieder finden wir Schilder, die über Geschwindigkeitskontrollen warnen. …wo die allerdings sein sollen ist uns schleierhaft…

Radar-Warnung – On the Road - N1 – Marokko

Radar-Warnung – On the Road – N1 – Marokko

Schon fast bei Dämmerung sehen wir einen Camper am Strand stehen (muss ungefähr bei Ain #Berda sein) – aber es gibt auch einige Baracken dort und sofort kommt ein Mann aus einer der Baracken heraus – er begrüsst uns – gefolgt von wild bellenden Hunden. Der Mann nimmt unsere Fiche in Empfang und sagt, dass er telefonieren muss, um sicherzustellen, dass es okay ist, dass wir hier für eine Nacht bleiben, da das hier auch Militär-Gebiet sei.

Bei Ain Berda - ca. 60km vor Barbas – Marokko

Bei Ain Berda – ca. 60km vor Barbas – Marokko

Wir stellen uns vor den anderen Camper, fragen ihn aber, ob er am nächsten Morgen eventuell fahren muss, weil wir jetzt quasi seine Ausfahrt versperren (geht aber nicht anders!) und bleiben eine Nacht hier. Der andere Camper will nicht früh am Morgen fahren – also somit kein Problem. Die Dame vom anderen Camper warnt uns auch vor den Hunden – sie sagt, dass die Hunde anderen Hunden gegenüber sehr unfreundlich gestimmt seien und diese beissen! Na das brauchen wir ja gewiss nicht nochmal! Einmal reicht uns vollkommen! Wir haben uns ja noch nicht mal vom letzten Mal erholt und Nicol auch noch nicht ganz!
Nenene – da werden wir schön aufpassen auf unsere Maus! Wir müssen uns noch vom letzten Schock erholen und überhaupt – das brauchen wir nicht nochmal!

Titel 3: Gedanken zu Marokko
Immer wieder, wenn wir unterwegs sind, machen wir uns Gedanken. Wir sind noch längst nicht so euphorisch, wie es viele andere Menschen sind, die immer wieder nach Marokko reisen. Für uns ist es ein ganz grosses Manko, dass man viele, viele Kilometer fressen muss, um von einem Platz zum nächsten zu kommen, weil dazwischen oft nichts ist. Okay – bis jetzt haben wir nur die Atlantik-Küste gesehen – vielleicht ist es im Landesinneren ja anders.
Es gibt sicher ganz klare Vorteile in Marokko
– die Temperaturen sind einfach unschlagbar im Winter!
– meine Zigaretten sind super billig (1,20 EUR pro Packung)!
– Diesel ist super billig (im Norden um die 80Cent per Liter – im Süden um die 43Cent per Liter)!
– Internet ist super billig (12GB für 10 EUR)!
– die Freundlichkeit der Bevölkerung ist grandios!
– wenn man auf Märkten einkauft, fährt man günstiger als im Supermarkt. Aber im Supermarkt bekommt man mehr Dinge, die man hin und wieder eben auch braucht.

Trotz allem sind wir nicht wirklich euphorisch! Die langen und vor allem oft sehr eintönigen Strecken gefallen uns nicht wirklich. Heute haben wir 230km (laut Tacho) zurück gelegt und morgen werden es mindestens nochmals 60km werden – bis Kap #Barbas wohl noch ein paar mehr. Und dann hängt uns natürlich im Hinterkopf, dass wir ja auch wieder 300km zurück nach #Dakhla müssen für die VISA-Verlängerung.
500km sind hier nichts! Mit 500km fährt man von #Berlin nach #Düsseldorf – oder von #Berlin nach #Cuxhaven
Okay – stellen wir alles nochmals zusammen, wenn wir wieder in #Tanger sind und Marokko verlassen. Erst dann können wir wirklich beurteilen, ob wir nochmals nach Marokko zurückkehren werden oder ob das für uns ein einmaliges Erlebnis bleibt.

…ach ja – hier ist „tote Hose“ mit Internet – nur GPRS (Kaugummi-Speed!), bzw. es gibt überhaupt keinen Speed, denn der Remotecomputer antwortet erst gar nicht :/ Also ist auch noch nicht sicher, ob ich das Bild an die WhatsApp-Gruppe morgen senden kann oder nicht. Ob es in Kap #Barbas dann klappt mit dem Internet, steht auch noch in den Sternen – ich vermute, dass da genauso wenig läuft, wie hier… Aber wir werden sehen – vielleicht erleben wir ja eine Überraschung (die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!)…

Man merkt meinem (heute sehr langen) Bericht ohne Zweifel an, dass ich heute nicht wirklich gut drauf bin. Aber damit bin ich nicht alleine, denn auch Baffo fühlt wie ich. Nach dem Dinner (heute lecker Fisch gegrillt á la Baffo) unterhalten wir uns lange über Marokko und wir sind da einer Meinung.
Okay – warten wir mit unserer endgültigen Meinung, bis wir Marokko wieder verlassen – lassen wir alles in Ruhe auf uns zukommen und uns so viel wie möglich ansehen. Ziehen wir am Ende der Reise eine Linie und zählen die Pluspunkte, als auch die Minuspunkte (immer subjektiv!!!) zusammen und schauen, was dann bei raus kommt.

Damit schliesse ich meinen Mammut-Bericht für heute und sage: Gute Nacht meine Lieben ♥
Unsere Route von heute:

Route 2016-02-03

Route 2016-02-03

https://goo.gl/maps/bVywNGz6oWK2

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#Temperaturen am Mittwoch, 3. Februar 2016

Dakhla

9 Uhr

17,3°C

sonnig

mässiger Wind

El Argoub

13 Uhr

30,2°C

sonnig

mässiger Wind

Ain Berda

17 Uhr

23,7°C

sonnig / diesig

mässiger Wind

Ain Berda

21 Uhr

19,4°C

klar

mässiger Wind

#Wassertemperatur: Bahia de Dakhla: —–

 

26.05.14 09:00

04.02.16 14:49

…since 619 Days,

4 Hours and 16 Minutes back on Tour!!!

= 1 Years,

8 Month,

and 11 Days

 

Zuletzt bearbeitet am 4. Februar 2016 um 14:49 Uhr

 

 

 

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belle

Über belle

→ Vagabund! = überall zu Hause ;) = Wir leben im Wohnmobil! Geboren am 06.08. als Löwin (!) in Dijon / France und mit 4 jungen Jahren mit meinen Eltern bereits nach Deutschland umgesiedelt. Auch in Deutschland war ich nie wirklich sesshaft... Hilzingen, Eigeltingen, Oberteuringen, Sigmaringen, Sigmaringen (1. eigene Wohnung), Zozznegg, Öhningen, Hilzingen, Ober-Abtsteinach, Schwalbach (bei Wetzlar), Berlin, Cuxhaven, Berlin. ...nur um die ganzen Orte zu nennen, in denen ich gewohnt habe - mal mehr, mal weniger lang. Am längsten habe ich es in Berlin ausgehalten - mit immerhin mehr als 9 Jahren (wenn man von Sigmaringen absieht, wo ich 9 Jahre jung ankam) und somit dort eigentlich die längste Zeit meines Lebens verbracht habe. Das Reisen und immer wieder Neues zu Entdecken liegt mir also offenbar im Blut - ich bin und bleibe ein Vagabund ♥

4 thoughts on “…manchmal hat man keinen und dann gibt’s gleich 3!

  1. Liebe Bella,

    warum fahrt ihr die langweiligste und un-marokkanischste Route mit dem meisten Wind und dem schlechtestem Internet?

    Beste Grüsse!
    Sven
    kasteninblau.de

  2. Hi Belle,

    nur die N1 hinter der Tankstelle, vorm Ort, rechts abbiegen.

    Allrs Gute!
    Sven
    kasteninblau.de

    • belle belle sagt:

      Klar Sven,
      das haben wir dann ja auch gemacht und Cap Barbas gefunden 😉
      Aber bis dahin gibt es nur die N1 und die ist ja leider generell etwas öde.

      Liebe Grüsse belle

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