Der kürzeste Tag – oder ist es die längste Nacht?

Panorama at the Coast of Sidi Boulfdail - Marokko

Montag, 21. Dezember 2015

Sidi #Boulfdail #Marokko #Marocco #Marruecos #Morocco

Guten Morgen Sidi Boulfdail ♥
6:30 Uhr! Nicol fiept wieder 😮 Dieses Mal springt Baffo mit ihr nach draussen, aber danach krabbelt er wieder in die Federn 😀
Wer jetzt vielleicht denkt, wir gehen zu wenig mit Nicol raus, der irrt sich. Selbst wenn wir „rennen“, sprich unterwegs sind, ist Nicol mindestens drei- bis viermal mit uns draussen und wir achten immer darauf, dass wir nochmals eine Runde drehen, ehe wir schlafen gehen. Daran kann es also nicht liegen. Okay – wir gehen derzeit früher schlafen – es wird ja auch früher dunkel – aber früher hat sie das auch nie gemacht. Also irgendwas ist derzeit nicht ganz okay mit ihr und da es das erste Mal auftrat, als wir einen Tag zuvor das neue Trockenfutter in ihr „Pappa“ mischten, liegt der Verdacht nahe, dass sie das nicht verträgt oder mit der Umstellung etwas zu Kämpfen hat. Wasser kriegt sie auch nur das „Eau de Table“, welches wir auch als Trinkwasser verwenden, weil wir nicht darauf vertrauen, dass es trinkbar ist, was wir in Marokko die Tanks füllen. Auch wenn ein Hund mehr vertragen kann als ein Mensch, da seine Magensäure um ein vielfaches höher ist – beim Wasser vertrauen wir nicht, denn das kann auch noch andere Keime beinhalten, die die Magensäure eines Hundes vielleicht überfordern. Naja – wir werden schon noch heraus finden, was ihr derzeit so zu schaffen macht, dass sie ab und an fiepen muss.

Julia wird um 8 Uhr wieder abgestellt mit ihrem Weckruf und es wird halb 9 Uhr, ehe wir dann tatsächlich aufstehen. Das Wetter begrüsst uns… …Grau, wie es gestern aufgehört hat :/ Aber es ist heute offenbar nicht bewölkt, sondern nebelig (Hochnebel) – die Sonne kämpft sich aktuell 10 Uhr gerade zaghaft durch. Hoffen wir mal auf Sonne heute – die Board-Batterie lechzt nach Energie und auch mein Laptop :wacko:
Die Sonne verhüllt sich aber wieder in Nebel, um erst gegen 14 Uhr den Nebel wieder zu durchbrechen.

Fog at the Coast of Sidi Boulfdail - Marokko

Fog at the Coast of Sidi Boulfdail – Marokko

Damit starte ich auch einen langen Spaziergang mit Nicol (die eh schon wieder bettelt 😮 ). Wir gehen zunächst in das moderne Fischerdorf und entdecken links am letzten Haus an der Kurve einen kleinen Trampelpfad, den wir nehmen. Man kann diesen kleinen Weg über viele Kilometer gehen und ein fabelhaftes Panorama geniessen. Die Wellen sind auch heute wieder atemberaubend halsbrecherisch – aber die Bilder der Wellen von gestern sind schwer zu toppen – das lass‘ ich dann mal lieber 😀

Little new Village at the Coast of Sidi Boulfdail - Marokko

Little new Village at the Coast of Sidi Boulfdail – Marokko

Das moderne Fischerdorf von der anderen Seite – auf der linken Seite unterhalb der modernen Gebäude sind die alten Gebäude, die zuweilen schon halb verfallen sind, aber teilweise noch immer genutzt werden. In dem modernen Teil wurde offenbar auch mal Wasser angedacht – denn ich finde 4 Brunnen mit je x 5 Wasserstellen und noch einen Brunnen mit einer Wasserstelle um die Ecke des (von hier) vorletzten Hauses, wo der Trampelpfad beginnt. Das letzte hier sichtbare Haus liegt schon um die Kurve der Strasse. Aber keiner der Brunnen funktioniert :wacko:

Panorama at the Coast of Sidi Boulfdail - Marokko

Panorama at the Coast of Sidi Boulfdail – Marokko

Panorama at the Coast of Sidi Boulfdail - Marokko

Panorama at the Coast of Sidi Boulfdail – Marokko

Panorama at the Coast of Sidi Boulfdail - Marokko

Panorama at the Coast of Sidi Boulfdail – Marokko

Der Spaziergang lohnt sich, denn man wird mit einem wirklich fabelhaften Panorama verwöhnt. Der Weg ist nicht anstrengend – es geht zwar manchmal einen Hügel hoch, um dann wieder hinunter zu gehen – wieder hoch und wieder runter – ist aber nicht wirklich anstrengend und lässt sich auch locker mit Flip Flops bewältigen (welche mit dickerer Sohle, nicht die ganz normalen Flip Flops, die man für 1EUR an jeder Ecke bekommt).
Nicol ist ausser sich vor Freude und tobt ausgelassen umher und erkundet jede mögliche und unmögliche Ecke – sie macht sicher die doppelte Anzahl an Kilometern 🙂 Ich dürfte hin und zurück etwa 4-5 Kilometer gemacht haben.

So – nun heisst es für mich Tiramisu machen 😉 Bis später meine Lieben ♥

Später ist jetzt – aktuell 21:01 Uhr – Tiramisu ist im Kühlschrank und wartet nur darauf von uns vertilgt zu werden, aber das muss auf jeden Fall bis morgen noch warten. Über Nacht im Kühlschrank gezogen schmeckt es doppelt so gut 😀

Heute ist endlich Winter-Sonnenwende – ab heute werden die Tage endlich wieder länger! Tag für Tag um ein kleines bisschen – der Tag, den wir erwartet haben! Aber heute ist auch Winteranfang – bei den Temperaturen können wir aber sehr gut mit „Winter“ leben 😛
Das heisst gleichzeitig, dass ich seit 2 ½ Jahren auf Reisen bin, denn meine eigene Reise begann am 20.06.2013. Genauso lange war ich nicht mehr in #Deutschland oder in #Österreich – wobei meine Reise ja in #Österreich begann. Genauer in #Wien – dort wollte ich eigentlich nur das Wochenende bleiben und es wurden 10 Tage daraus. #Vienna ist eine wunderbare Stadt mit einem ganz besonderen Flair! Am 01. Juli verliess ich diese zauberhafte Stadt, um zunächst zwei/drei Tage am See von #Klagenfurt zu weilen – auch diese Ecke ist eine Reise wert, wenngleich der See in der Hochsaison wirklich gnadenlos überfüllt ist! Meine Aufzeichnungen begann ich jedoch erst am 07. Juli in #Hyères in #Frankreich – warum, wieso, weshalb – keine Ahnung.
Am 24.09.2013 adoptierte mich Nicol von der ersten Minute an und am 02.10.2013 reiste ich mit Nicol und Baffo zurück (dabei hatte ich mir geschworen niemals zurück zu Fahren!). Zurück hiess #Genua – denn Baffo wollte sein Apartment dort auflösen, um danach immer zu reisen. Diesen Gedanken hatte er schon geraume Zeit und meine Wenigkeit gab ihm „den letzten Schubs“, seinen Gedanken in die Tat umzusetzen.
Baffo bereiste zuvor immer für 6-8 Monate (#Ukraina [2011] – #Frankreich & #England & #Schottland [2012] und zuletzt #Portugal & #Spanien [2013]) und immer war er nach seiner monatelangen Reise frustriert, wieder nach #Genova zurück fahren zu müssen – und warum überhaupt „müssen“??? Das fragte er sich immer wieder, bis er mich traf in #Barbate und wir beschlossen von da an gemeinsam zu Reisen – und war für immer!
Unsere gemeinsame Reise begann somit eigentlich am 24.09.2013 – aber wir zählen erst ab dem 26.05.2014 – denn seither sind wir wirklich permanent on Tour!

Hach ja – das war heute mal wieder ein bisschen aus dem „Nähkästchen“ geplaudert. Einige von Euch werden diese Geschichte kennen, entweder direkt dabei (quasi live vom ersten Tag an), andere, weil sie die Beiträge rückwirkend vom ersten Tag an verfolgen.
Andere hingegen lesen vielleicht nicht alles und für diese ist dieses „Nähkästchen“ eventuell interessant ♥

Damit schliesse ich meine Zeilen und sage: Gute Nacht meine Lieben ♥

#Temperaturen am Montag, 21. Dezember 2015

Sidi Boulfdail

9 Uhr

19,4°C

Hochnebel

wenig Wind

Sidi Boulfdail

13 Uhr

25,9°C

sonnig / diesig

wenig Wind

Sidi Boulfdail

17 Uhr

20,4°C

aufkommende Bewölkung

mässiger Wind

Sidi Boulfdail

21 Uhr

18,4°C

teilweise bewölkt

mässiger Wind

#Wassertemperatur: —–

 

26.05.14 09:00

21.12.15 22:19

…since 574 Days,

13 Hours and 1 Minutes back on Tour!!!

= 1 Years,

6 Month,

and 27 Days

 

Veröffentlicht am 21. Dezember 2015 um 22:40 Uhr

 

 

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belle

Über belle

→ Vagabund! = überall zu Hause ;) = Wir leben im Wohnmobil! Geboren am 06.08. als Löwin (!) in Dijon / France und mit 4 jungen Jahren mit meinen Eltern bereits nach Deutschland umgesiedelt. Auch in Deutschland war ich nie wirklich sesshaft... Hilzingen, Eigeltingen, Oberteuringen, Sigmaringen, Sigmaringen (1. eigene Wohnung), Zozznegg, Öhningen, Hilzingen, Ober-Abtsteinach, Schwalbach (bei Wetzlar), Berlin, Cuxhaven, Berlin. ...nur um die ganzen Orte zu nennen, in denen ich gewohnt habe - mal mehr, mal weniger lang. Am längsten habe ich es in Berlin ausgehalten - mit immerhin mehr als 9 Jahren (wenn man von Sigmaringen absieht, wo ich 9 Jahre jung ankam) und somit dort eigentlich die längste Zeit meines Lebens verbracht habe. Das Reisen und immer wieder Neues zu Entdecken liegt mir also offenbar im Blut - ich bin und bleibe ein Vagabund ♥

2 thoughts on “Der kürzeste Tag – oder ist es die längste Nacht?

  1. Ingrid sagt:

    Was macht Nicol denn draußen, wenn sie unbedingt raus will morgens? Nur Pipi oder hat sie Durchfall???

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