Heute vor einem Jahr…

Der Tag beginnt sonnig – es kommen aber Wolken! Trotzdem bleibt es – erst mal – weitgehend sonnig
Zum Nachmittag ist …
Nachts …


… am 24.12.2018

Sunset at Lagkouvardos Beach – Greece

Sunset at Lagkouvardos Beach – Greece


Unveröffentlichte reale Geschichten – Geschichten, die das Leben schreibt!
…es ist nie schön, wenn man ins Krankenhaus muss!

Ich leide ja schon seit 1990 unter einem immer wiederkehrenden Abszess – das erste Mal kam der, da hatte ich gerade eine neue Arbeit bei der Firma Schiesser in Stockach angefangen – am 3. Tag konnte ich kaum noch sitzen – das schmerzte so höllisch, dass ich nach Feierabend meinen Frauenarzt aufsuchte (mein Hausarzt hatte geschlossen) und ich wusste nicht, wohin ich mich sonst wenden kann.
Er verschrieb mir ein Antibiotika und wollte mich krankschreiben – was ich vehement ablehnte mit den Worten: „Wenn ich nach 3 Arbeitstagen die Krankmeldung abgebe, kriege ich sicher gleich die Kündigung!“. OK – er akzeptierte, dass ich (trotz der grossen Schmerzen) weiterhin zur Arbeit ging. Tag für Tag wurde es besser (Dank dem Antibiotika natürlich) und nach einer Woche hatte ich Kontrolltermin bei meinem Frauenarzt. Der Abszess war zurück gegangen und er war zufrieden. Sagte aber auch: „Sie sind echt hart im Nehmen – ich ziehe meinen Hut!“.

Als ich mit Julia schwanger war, kam der Abszess wieder und mein neuer Frauenarzt (ich war mittlerweile umgezogen nach Zoznegg) rief meinen Arzt an und fragte, ob und wenn ja, ich welches Antibiotika ich nehmen kann. Sie verschrieb mir eines, welchem Julia nicht schaden würde und ich nahm es. Der Abszess bildete sich wieder zurück – Juhuuuuuuuuuu! Es kam, wie es kommen musste – als Julia ungefähr 11 Wochen war, kam der Abszess zurück und dieses Mal half kein Antibiotika mehr! Ich ging von Arzt zu Arzt, aber keiner wollte ambulant operieren – sie schickten mich alle ins Krankenhaus!

Also ging ich ins Krankenhaus – dort wollten sie mich gleich behalten, was ich aber erst mal ablehnte – hatte ja noch mit meiner Familie einiges zu klären, ehe ich für mindestens 4 Wochen (wie das KH sagte) ins Krankenhaus gehen kann! Natürlich konnte ich Julia nicht mitnehmen und es brach mir das Herz! Meine Prinzessin Julia 4 Wochen kaum sehen 😧

Nachdem alles mit Christian (meinem Mann) abgeklärt war, wie wir das regeln können (er musste ja zur Arbeit), ging ich dann ins Krankenhaus zur OP, die mir bevorstand.

Der erste Verbandswechsel – kann ich Euch sagen – werde ich in meinem Leben niemals vergessen!
Ein Abszess wird ausgehöhlt und nicht wieder zu genäht – es könnte sich eine weitere Höhle bilden, welche dann wieder zu einem Abszess werden kann. Also wird die Wundhöhle tamponiert mit Mullverband. Und damit die Blutung stoppen kann, wird da ganz schön was hinein gestopft. Zwei Armlängen Mullverband zog der Arzt mir aus der Wunde – ich biss mir auf die Zähne, um nicht laut aufzujaulen! Hallelujah, dass der Abszess schmerzt wie verrückt, das wusste ich ja schon – aber dass auch die Wundbehandlung so schmerzt…

Christian kam mit Julia auf Besuch und die Krankenschwestern waren so begeistert von Julia, dass sie mich fragten, ob ich Julia nicht bei mir im Zimmer haben möchte. Was für eine Frage? NATÜRLICH! Wenn das geht? Sie fragten meine Zimmerkollegin, ob es ihr was ausmachen würde, in ein anderes Zimmer verlegt zu werden – so war in meinem Zimmer Platz für Julia!
Die Schwestern kamen daraufhin nicht nur wegen mir – sondern auch wegen Julia, weil sie einfach herzallerliebst war! Auf dem folgenden Bild ist sie allerdings schon 6 Monate und nicht 11/12 Wochen, wie im Krankenhaus.

Julia mit 6 Monaten auf der Terrasse in Zoznegg – Germany

Julia mit 6 Monaten auf der Terrasse in Zoznegg – Germany

Die Behandlung war weiterhin so schmerzhaft, dass ich um Schmerzmittel bat – dieses entnahmen sie aus einem speziellen Schrank und führten Buch über die Entnahme – es handelte sich also um absolute starke Schmerzmittel. Ich hatte jedoch das Gefühl, dass die überhaupt nicht wirkten! Einmal – weil ich echt nimmer konnte – heulte ich vor Schmerzen!

Nach 2 Wochen wurde ich entlassen (statt der angekündigten 4 Wochen) – aber nur mit der Bedingung, dass Christian weiter täglich die Wundbehandlung übernimmt und ich alle zwei Tage zu meinem Hausarzt gehe.

Dieser Abszess kam leider immer wieder – insgesamt habe ich den 13 Mal operieren lassen – ohne Erfolg. Immer wieder in verschiedenen Krankenhäusern (weil ich immer wieder umgezogen war) – und immer wieder mit neuen Erkenntnissen der Ärzte – immer mit neueren Methoden – nix half!

Nach 13 OP’s gab ich auf – in #Berlin sagte mir ein Arzt schon beim 7. Mal, dass ich ins Buch der Rekorde kommen könnte. Ihm sei noch niemals ein Fall untergekommen, bei dem das nicht gut wird. Aber auch er konnte mich nicht von dem Abszess befreien.

Nun lebe ich mit dem Abszess seit fast 30 Jahren! Ich muss halt immer die Stelle verbinden, weil der Abszess nicht zu ist, sondern immer Sekret absondert. Ja – das ist „mein Päckchen“, was ich zu tragen habe…

…RealStory

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Das [at] austauschen gegen das @ natürlich!


Wir wünschen allen unseren Lesern ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest!

Fröhliche Weihnachten unseren Lesern ♥

Fröhliche Weihnachten unseren Lesern ♥

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