Heute vor einem Jahr…
Temperaturen: Durchweg sonnig – Nachts dann klar, aber kühl mit einem frischen Wind!
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…die legendäre Pizza à la Baffo!
Fantasie-Geschichten – Entsprungen aus der Fantasie heraus ♥
Prinzessin Maren – Teil II
…der stumme Sohn hilft ihr dabei, den Weg zu den Gemächern der neuen Herrin zu zeigen. Sie steht mit dem Tablett vor der Tür und von der Zofe der Baronin wird ihr geöffnet. Die Baronin nickt zum Tisch und Maren stellt das Tablett dort ab. „Ei – schau‘ an – was für eine Schönheit Du doch vom Land bist – und knicksen kannst Du auch, wie es sich gehört!“. Prinzessin Maren schaut die neue Herrin unverwandt an. „Was ist – hat es Dir die Sprache verschlagen schönes Kind?“ will die Baronin von ihr wissen. „Nein Herrin“ sagt sie mit fester Stimme! „Gut – Du kannst nun gehen!“ befiehlt die Baronin zu Maren.
Maren geht zurück in die Küche, wo sie weiter Kartoffel schälen hilft. Währenddessen schmiedet de Baronin einen teuflischen Plan. Nicht sie selbst wird an der Seite von Konstantin vor den Altar schreiten, sondern sie will Maren in ihrem Hochzeitskleid, statt ihrer, den Weg gehen lassen, Sie befiehlt ihrer Zofe, dass die Magd am nächsten Morgen gewaschen und gekämmt in ihren Gemächern erscheinen soll Die Zofe geht sofort und berichtet der Magd dieses. Etwas verwundert ist diese schon, aber es wird schon einen Grund haben, denkt sie sich.
Also findet sich Maren am nächsten Morgen in die Gemächer der Baronin ein. Diese jammert: Ich habe mir den Knöchel verstaucht – ich kann unmöglich heiraten. Aber die Hochzeit zu verschieben, wäre untröstlich für Konstantin, daher wirst Du an meiner Stelle zum Altar gehen mit Konstantin. Diese weigert sich zunächst: „Das kann ich nicht tun, das wäre eine Lüge!“. Die Baronin lässt ihren Schleier fallen, entblößt somit das feuerrote Muttermal, welches sich auf der rechten Gesichtshälfte vom Kinnknochen bis zur Schläfe entlang zieht und fragt: „Sieht so eine glückliche Braut aus?“. Maren schüttelt nur den Kopf. Die Baronin sieht, dass sie heftig an dem Ring dreht, den sie vor 7 Jahren von Konstantin erhalten hatte – als Eheversprechen!
„Was haben wir denn hier? Gib‘ den Ring sofort her!“ befiehlt die Baronin!“ Zögernd streift sie ihn ab und gibt ihn der Baronin. Die steckt ihn an einen Schürhaken und hält ihn über glühende Kohlen. „Na? Was meinst Du, kannst Du jetzt statt meiner mit Konstantin vor den Altar treten?“ fragt die Baronin Maren. Dies zögert noch immer, darauf hin hält die Baronin den Ring noch näher an die glühenden Kohlen. „Ja – ich mach‘ es!“ ruft Maren verzweifelt aus, denn sie bangt um ihren Ring. „So ist es fein! Ab mit Dir und zieh‘ Dir mein Brautkleid an!“ herrscht sie Maren an. „Meine Zofe wird anwesend sein und ihre Augen sind meine Augen – ihre Ohren sind meine Ohren!“ hast Du das verstanden?“ herrscht sie Maren weiter an.
„Und den Schleier wirst Du nicht lüften!“ das ist ein Befehl zetert die Baronin weiter. „Ja – Herrin!“ kann Maren nur flüstern. Also zieht sie das Brautkleid der Baronin an und schreitet damit nach draussen.
sie will den Schleier heben, aber die Zofe räuspert sich laut und so lässt sie es sein. „Es ist ein schöner Weg nach oben zur Kapelle“ spricht nun Graf Konstantin zu ihr. Sie steigen einige Stufen empor – unterwegs kommt sie an einem Brennesselstrauch vorbei und spricht zu ihm: „Oh Brennesselstrauch, Du weisst von meiner Pein, errette mich!“. „Was hast Du da eben gesagt?“ wundert sich Konstantin. „Ach nichts, ich habe nur eben an Prinzessin Maren gedacht und sie hastet von ihm weg.
Er holt sie wieder ein und vor der Treppe spricht sie wieder: „Oh Treppe, bitte nicht brich, so bin ich doch die rechte Braut nicht!“. Und wieder fragt Konstantin sie: „Was hast Du da eben gesagt?“. „Nichts – ich musste gerade wieder an Prinzessin Maren denken!“ sagt sie zu ihm. Die Zofe geht in die Kirche – das ist der Augenblick, in dem der Graf der Braut ein Geschmeide umhängt mit den Worten: „Das hat einst mein Vater meiner Mutter umgelegt, am Tage ihrer Hochzeit – als Zeichen ihrer Liebe, die niemals erlöschen wird!“. Die Zofe kommt wieder heraus und auch der Gutsverwalter – er ermahnt ihn: „Nun kommt schon rein – die Geistlichkeit wartet auf euch!“.
Sie schreiten zum Altar – der Pfarrer spricht das Ehegelübde und erklärt die beiden zu Mann und Frau. Währenddessen weint Maren, da sie den Ring ja später an die Baronin geben muss, um ihren Ring wieder zurück zu erhalten. Wie die Glocken der Kapelle läuten mixt die Baronin für Konstantin einen Wein mit Gift – denn ihr Plan ist es so schnell wie möglich zur Witwe zu werden – somit ist sie verheiratet und kann das Erbe antreten, welches nicht an ihren Bruder geht.
Zurück am Gut, eilt Maren direkt zur Baronin – da sie den Schleier trägt, kann diese das Geschmeide nicht sehen, welches ihr Konstantin umgelegt hatte, kurz vor der Trauung. Aber den Ring muss sie abgeben, dafür bekommt sie ihren wieder.
Sie zieht das Hochzeitskleid der Baronin aus, schlüpft wieder in die Sachen der Magd und eine Strickjacke, die sie am Dekolleté zusammen hält verraten der Baronin nichts von dem Geschmeide, welches ihr Konstantin umgelegt hatte kurz vor der Trauung. Die Baronin selbst kleidet sich nun mit ihrem Hochzeitskleid und empfängt ihren frisch angetrauten Gemahl mit einem Glas Wein, welches sie zuvor schon hergerichtet hatte. „Lasst uns anstoßen auf die Trauung!“ fordert sie ihn auf. Doch er trinkt nicht, sondern fragt stattdessen: „Was habt ihr zum Brennesselstrauch gesagt?“. „Was? Ich soll zu einem Brennesselstrauch gesprochen haben?“ erwidert sie etwas pikiert. „Ich weiss nicht mehr – man darf ja wohl noch aufgeregt sein vor der eigenen Trauung!“ fügt sie dem noch hinzu.
Sie ist allerdings ganz aufgeregt und geht zu ihrer Zofe. „Was soll ich angeblich zu einem Brennesselstrauch gesagt haben?“ fragt sie diese, aber diese hat das offenbar nicht mitbekommen und stammelt nur: „Tut mir leid, davon weiss ich nichts“. „Ach – wozu hab‘ ich Dich, wenn Du nicht genau hinhören kannst!“ schimpft sie mit ihrer Zofe. Zurück in dem Zimmer, in dem Konstantin wartet – sie ist ganz ausser Atem – stammelt sie etwas von: „Oh Du herrlicher Brennesselstrauch, Du kannst brennen, aber das kann Feuer auch – oder so ähnlich!“.
Aber Konstantin ist noch immer skeptisch und fragt sie: „Und was habt ihr zur Kirchentreppe gesagt?“. „Was – ich soll auch noch zu einer Kirchentreppe gesprochen haben?“ wundert sie sich nun doch ziemlich. „Einen Moment, ich bin gleich wieder zurück!“ erklärt sie Konstantin.
Sie eilt wieder zu ihrer Zofe und befielt ihr: „Bring‘ mir sofort die Magd! Ich soll angeblich auch zu einer Kirchentreppe gesprochen haben! Los hol‘ sie her, sie muss es mir sagen, was sie gesagt hat!“ Die Zofe macht sich gleich auf den Weg und kommt mit der Magd und dem stummen Sohn des Gutsverwalters zurück. „Los – was hast Du zur Kirchentreppe gesagt?“ faucht sie die Magd an. Gehorsam antwortet diese: „Oh Treppe, bitte nicht brich, so bin ich doch die rechte Braut nicht!“. „Hat Konstantin das gehört?“ will die Baronin dann von der Magd wissen. „Nein, er fragte nur, was ich gesagt habe!“ erwidert die Magd der Baronin.
„Nun gut – ich will Dir mal glauben!“ und eilt zurück in das Zimmer, in dem Konstantin wartet. Sie wiederholt den Satz: „„Oh Treppe, bitte nicht brich, so bin ich doch die rechte Braut nicht!“. „Wie habt ihr das gemeint?“ fragt Konstantin zurück. „Oh – ich weiss auch nicht, warum ich das gesagt habe!“ windet sich die Baronin. Aber noch immer ist Konstantin nicht zufrieden und skeptisch. „Und warum tragt ihr nicht das Geschmeide, welches ich euch kurz vor der Trauung umgelegt habe?“. Die Baronin greift sich an den Hals „Oh – das Geschmeide – das habe ich wohl in meinem Gemach vergessen!“ entschuldigt sich die Baronin bei ihm. Sie eilt aus dem Zimmer und schreit „Wachen – Wachen – ergreift sie, sie ist eine Diebin und hat mir mein Geschmeide gestohlen!“
Der stumme Sohn des Gutsverwalters tritt der Zofe mächtig gegen das Schienbein, so dass sie beide flüchten können. Sie fliehen unter einen Tisch, der mit einem bodenlangen Tischtuch sie vor Entdeckung schützt. Die ‚angeblich‘ frisch vermählte Gräfin folgt ihnen: „Kommt heraus – oder ich lasse alles niederbrennen!“. Von dem Tumult draussen angezogen, blickt Konstantin nach draussen und schüttet den Wein in die Blumen, welche sofort in Rauch aufgehen! Nun ist ihm klar – die ihm angeblich angetraute ist eine Giftmischerin.“Ihr und eure Zofe verschwindet augenblicklich von hier! Die Ehe ist ungültig, weil ihr selbst nicht anwesend ward – und zudem seid ihr eine Giftmischerin! Die Kutsche und die Pferde bleiben hier!“.
Die Baronin zieht den Ring aus und schmeisst ihn auf den Boden in den Sand! Maren traut sich nun aus ihrem Versteck und schreitet vor Konstantin „Ich war es, die ihr zum Altar führtet, daher meine Sprüche, damit Du das merkst!“ spricht sie zu ihm. „Ich bin Deine rechtmäßig angetraute Gemahlin! Der stumme Sohn des Gutsverwalters hob den Ring auf und reichte ihn ihr. Sie streift ihn sich über den Ringfinger. „Musik – Musik!“ ruft der Gutsverwalter und alle wollen anfangen zu tanzen – auch das Brautpaar. Aber der stumme Sohn des Gutsverwalters gebietet den beiden noch Einhalt. Er geht auf einen Tisch zu, auf dem ein Blumenkranz liegt und krönt Maren somit.
Somit haben sich Maren und Konstantin doch noch gefunden – sie sind sehr glücklich. Währenddessen tragen die Zofe und die Baronin die schwere Holztruhe „nach Hause“. „Wie weit ist es denn noch bis nach Hause und somit zum Schloß?“ will die Baronin wissen. Die Zofe kontert unverfroren: „So weit ich weiss, haben sie gar kein Schloss mehr!“ und geht einfach davon. Die Baronin bleibt wütend grollend zurück….
Bild von Wolfgang Eckert auf Pixabay
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